Am Samstag, den 2. Mai 2026, waren wir mit einem Infostand auf dem Marktplatz in Osterholz-Scharmbeck vertreten. Von 9:00 bis 13:00 Uhr standen wir im Bereich Kirchenstraße / Kirchenvorplatz für Gespräche, Fragen und Diskussionen mit den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.

Im Mittelpunkt unseres Infostandes stand das Thema:

Schluss mit Tempo 30 abends und nachts – zurück zu Tempo 50 auf Loger und Ritterhuder Straße

Mit unserem Infostand wollten wir den direkten Austausch mit den Menschen vor Ort suchen und über die Rücknahme der Verkehrsberuhigung auf der Loger Straße und der Ritterhuder Straße informieren. Unser Ziel war es, zuzuhören, aufzuklären und deutlich zu machen, warum wir uns für eine sachgerechte, verhältnismäßige und bürgernahe Verkehrspolitik einsetzen.

Dabei ist unsere Position klar:
Tempo 30 kann dort sinnvoll sein, wo es tatsächlich der Sicherheit dient – etwa vor Schulen, Kindergärten, Altenheimen, Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen. Eine pauschale oder unnötige Ausweitung solcher Beschränkungen lehnen wir jedoch ab.

Deutschland ist nach wie vor ein Land, in dem viele Menschen auf das Auto angewiesen sind. Berufspendler, Handwerker, Familien, ältere Menschen und viele weitere Bürgerinnen und Bürger brauchen verlässliche Mobilität. Eine immer weitergehende Einschränkung des motorisierten Individualverkehrs darf nicht zur schleichenden Normalität werden.

Gerade auf innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen muss genau geprüft werden, ob eine Geschwindigkeitsbegrenzung wirklich erforderlich, angemessen und nachvollziehbar ist. Verkehrsmaßnahmen müssen sich an konkreten Gefahrenlagen orientieren und dürfen nicht zum Symbol einer ideologisch geprägten Verkehrspolitik werden.

Viele konstruktive Gespräche bei bestem Wetter

Der Infostand fand bei bestem sonnigen Wetter statt und war durchweg von einer positiven Stimmung geprägt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger kamen mit uns ins Gespräch, stellten Fragen, schilderten ihre eigenen Erfahrungen und diskutierten mit uns über die Verkehrssituation in Osterholz-Scharmbeck.

Besonders erfreulich war, dass die Resonanz überwiegend positiv ausfiel. Viele Besucher teilten unsere Einschätzung, dass Tempo 30 dort richtig ist, wo es sachlich begründet und für die Sicherheit notwendig ist – dass aber gleichzeitig Tempo 50 auf geeigneten Straßenabschnitten weiterhin möglich bleiben muss.

Auch praktische Alltagssituationen wurden angesprochen. Ein Beispiel ist das Überholen von Radfahrern auf Straßenabschnitten mit Tempo 30. Wenn Radfahrer mit 15 bis 20 km/h unterwegs sind und gleichzeitig der vorgeschriebene Seitenabstand beim Überholen eingehalten werden muss, ist ein Überholen bei Gegenverkehr häufig nicht möglich. Dadurch entstehen Situationen, in denen Autofahrer über längere Strecken deutlich langsamer fahren müssen als die eigentlich zulässige Höchstgeschwindigkeit. Solche Beispiele zeigen, dass Verkehrsregelungen nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der täglichen Praxis betrachtet werden müssen.

Gleichzeitig gilt: Sicherheit hat immer Vorrang. Falsches oder gefährliches Überholen ist keine Lösung. Gerade deshalb braucht es eine Verkehrspolitik, die realistisch, verständlich und praxistauglich ist.

Interesse an unserer Arbeit wächst

Neben den Gesprächen zum Thema Verkehrsberuhigung konnten wir auch über unsere politische Arbeit im Kreistag, unsere Positionen und unsere Ziele für den Landkreis informieren.

Besonders erfreulich war, dass einige Bürgerinnen und Bürger vor Ort so großes Interesse an unserer Arbeit zeigten, dass direkt am Infostand Mitgliedsanträge ausgefüllt wurden. Auch das Interesse an einem Besuch unseres Stammtisches wurde mehrfach bekundet.

Das zeigt uns: Der direkte Kontakt zu den Menschen vor Ort ist unverzichtbar. Infostände bieten die Möglichkeit, nicht nur politische Positionen zu vertreten, sondern auch Sorgen, Kritik und Anregungen unmittelbar aufzunehmen.

Klare Haltung, offenes Ohr

Für uns steht fest: Politik darf nicht nur in Sitzungsräumen stattfinden. Sie muss dorthin gehen, wo die Menschen sind. Genau deshalb werden wir auch künftig mit Infoständen, Gesprächen und Veranstaltungen präsent sein.

Der erfolgreiche Infostand in Osterholz-Scharmbeck hat gezeigt, dass viele Bürgerinnen und Bürger eine sachliche, freiheitliche und bürgernahe Politik wünschen. Wir nehmen diese Rückmeldungen ernst und werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass Entscheidungen im Straßenverkehr nachvollziehbar, verhältnismäßig und am tatsächlichen Bedarf orientiert getroffen werden.

Unser Dank gilt allen Mitgliedern, Unterstützern und Helfern, die diesen Infostand möglich gemacht haben. Jede helfende Hand und jedes vertraute Gesicht stärken unsere Arbeit vor Ort.

Ein voller Erfolg

Der erste Infostand war ein voller Erfolg:
gute Stimmung, viele interessante Gespräche, positive Rückmeldungen und neue Kontakte.

Wir werden diesen Weg weitergehen – klar in der Sache, offen im Gespräch und nah bei den Bürgerinnen und Bürgern.